Festakt des Bistums Trier

Quelle "Prüm Aktuell"

Festakt des Bistums Trier zeigt die Vielfalt kirchlichen Engagements am Beispiel der Initiative "passend anders" aus Schwirzheim

Trier/Schwirzheim (red/boß) Es war eine „Leuchtturmstunde“ für das Ehrenamt im Bistum Trier, wie Generalvikar Dr. Ulrich von Plettenberg in Anlehnung an das von der Band gespielte Lied von Peter Maffay formulierte. Vier Initiativen und drei Einzelpersonen sind am Freitagabend für ihr ehrenamtliches Engagement ausgezeichnet worden.

Sie zeigen beispielhaft die Vielfalt kirchlichen Lebens, wie die Kooperation mit anderen Partnern und Kirchen gelingen kann, aber auch, wie immer neue Wege gefunden werden können, anderen Menschen zu dienen. Zwei Mal im Jahr ehrt der Arbeitsbereich Ehrenamtsentwicklung im Bistum Trier in einer Feierstunde verdiente Einzelpersonen und würdigt beispielhafte Initiativen. „Es ist mir ein Anliegen, dem Ehrenamt die Ehre und Wertschätzung zu geben, die es verdient“, erklärte Generalvikar von Plettenberg zu Beginn der Veranstaltung im Robert-Schuman-Haus. Domvikar Dr. Hans Günther Ullrich, Leiter der Abteilung Ehrenamt bei Bistum Trier, erklärte in seinem geistlichen Impuls zur zuvor gehörten Lesung der Brotvermehrung: „Wenn wir von unserem eigenen Lebensunterhalt etwas geben, dann reicht es für alle, weil der Segen Gottes darauf liegt.“
Dass die über zwei Stunden dauernde Ehrung kurzweilig war, lag auch an der musikalischen Gestaltung durch die Band The Holytones aus Winterbach (Saarland), die ebenfalls geehrt wurde. Mit ihren Coverversionen aktueller Hits sowie mitreißenden Eigenkompositionen begeisterte die junge Gruppe das Publikum, das zum Abschluss noch nach einer Zugabe verlangte.

In Schwirzheim in der Eifel hat sich vor gerade einmal einem Jahr eine Initiative entschlossen, eine neue Form von Gottesdienst zu suchen. Anders sollte sie sein, aber passen zu den Wünschen und Sehnsüchten der lebendigen Gemeinde – „Passend Anders“ eben. Einer der Kernpunkte der neu gefundenen Gottesdienstform war die offene Zeit nach der Predigt. Zeit, in der die Menschen miteinander ins Gespräch über das Gehörte kommen, ihre persönlichen Fürbitten formulieren oder sich segnen lassen können. Raum zum Mitwirken sollte es geben, eine leicht verständliche Sprache gefunden werden, so fassen Heidi Backes und Nicole Thielen die anfänglichen Überlegungen zusammen. Rahmen, Struktur und Inhalte des ersten Gottesdienstes waren schnell zusammengetragen – und doch drohte die Veranstaltung zu scheitern. Denn an eine Sache hatte man bei der Terminfindung nicht gedacht: ein Fußball-WM-Spiel mit deutscher Beteiligung zur gleichen Zeit. Kurzerhand verlegte man den Gottesdienst um zwei Stunden nach hinten. Eine voll besetzte Kirche war der Lohn. Der Generalvikar lobte die Initiative und hob ihre Vorreiterrolle hervor: Mit „Passend Anders“ wird in Schwirzheim bereits umgesetzt, woran die Teilprozessgruppen im Rahmen der Synodenumsetzung derzeit noch arbeiten.

 

Zu den weiteren Geehrten zählten die Band The Holytones aus Winterbach im Saarland. Die 15 jungen Erwachsenen begeistern mit ihren Rockandachten. Aus Plaidt wurde die Initiative „Radeln ohne Alter“ gegehrt. Sie ermöglicht Senioren, in Rikschas das Gefühl von Radfahren zu erleben. Ricarda Kuhner, Hansjosef Ralt-schitsch und Heinz Valerius aus der Trierer Pfarrei Liebfrauen engagieren sich seit Jahrzehnten ehrenamtlich in den verschiedensten Bereichen und erhielten dafür die Dankesurkunde des Bistums. Im Ruwertal bei Trier zeigt die Initiative „Netzwerk Willkommen“, wie sich aus der Flüchtlingshilfe ein Projekt für alle Menschen entwickeln kann.
BIP

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